Für den Gemeindebrief
Indonesien

Indonesien: Wie Gebet über die Sorgen triumphiert

(Open Doors, Kelkheim) – Um ein Uhr morgens wachte Herman* auf. Draußen prasselte der Regen aufs Dach. Immer wieder hallten Donnerschläge durch die Nacht. Hermans Gedanken kreisten um das bevorstehende Seminar. Die Reise hatte erheblichen Aufwand bedeutet und war für die Christen hier von großer Bedeutung. Nach einem solchen Wolkenbruch würden viele Wege aber so schlammig oder auch überflutet sein, dass die meisten Teilnehmer es wohl nicht schaffen würden zu kommen.

Person geht mit einem Regenschirm über einen matschigen Pfad
Auch das schlechte Wetter konnte die Teilnehmer nicht davon abhalten, sich auf den Weg zu machen (Symbolbild)

Viel Aufwand und Vorbereitung – umsonst?

Herman und Jerry* sind einheimische Partner von Open Doors in Indonesien. Sie führen Seminare durch, mit denen Christen auf Verfolgung vorbereitet werden. Diesmal waren sie zu Gast bei einer Gemeinde auf der Insel Nias im Westen Indonesiens. Sie hatten im Vorfeld alle Absprachen getroffen, die Reise geplant und sich gründlich auf eine anstrengende Zeit mit 60 Teilnehmern vorbereitet.

Doch der ergiebige Regen schien all die Vorbereitungen zunichtezumachen. „Als ich aufwachte, regnete es immer noch sehr stark. Ich wusste, dass diese Gegend überschwemmungsgefährdet ist“, berichtet Herman. Wenig später erhielt er eine Nachricht von einem Mitglied der Kirchenleitung. Darin hieß es, dass „wegen des starken Regens in der vergangenen Nacht wohl nur 15 bis 20 Personen an dem Seminar teilnehmen können“.

Niedergeschlagen trafen die Männer sich zum Gebet. „Ich habe gebetet: ‚Herr, du hast uns hierher geschickt. Aber im Moment regnet es stark, und wir sind unsicher, ob die Veranstaltung stattfinden kann. Wir geben uns dir hin. Was auch immer du zulässt, wir werden gehorchen‘“, sagt Herman.

Eine Lektion über die Kraft des Gebets

Danach gingen sie zur Kirche, in der das Seminar stattfinden sollte. Der Regen hatte noch immer nicht aufgehört; auch unter den Gemeindeleitern herrschte gedrückte Stimmung.

Doch was dann geschah, übertraf ihre Erwartungen. Ein Teilnehmer nach dem anderen traf ein, viele von Kopf bis Fuß durchnässt. Doch die Vorfreude stand ihnen ins Gesicht geschrieben, und niemand beschwerte sich über den Regen. Alle 60 Teilnehmer kamen zu dem Seminar!

Herman beschreibt, welche Lektion er an diesem Tag lernte: „Wir nehmen das Gebet oft als selbstverständlichen Teil unseres Dienstes hin. Wir sind so oft aktiv, dass wir aus dem Bauch heraus handeln. Aber wenn Probleme wie dieses auftauchen und wir uns Sorgen machen, dann werden wir daran erinnert, wie wichtig das Gebet ist. Das Gebet löst nicht nur die anstehenden Probleme, sondern beruhigt auch unsere ängstlichen Herzen.“

„Bittet, so werdet ihr empfangen, auf dass eure Freude vollkommen sei.“ (Joh 16,24b)

*Name geändert

Weitere Themen

Eine Mitarbeiterin von Open Doors betet für eine verfolgte Christin

Gebet ist das Erste, um das verfolgte Christen bitten – besonders wenn wir beten, spüren sie unsere Liebe und Unterstützung. Lassen Sie uns auf diese Bitte antworten!

Meldungen

Meldungen zu Indonesien

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten und persönliche Berichte verfolgter Christen aus den Ländern des Weltverfolgungsindex, und abonnieren Sie unsere kostenlosen Formate.

Portrait eines Mannes der auf einem Sessel sitzt

Hier findest du alle Folgen der Geschichten von Gottes Wirken - lass dich hineinnehmen in das, was Gott in unserem Dienst für verfolgte Christen bereits getan hat und immer noch tut.